Buchrezession: Wir nennen es Arbeit

05.06.2010 19:03

Nachdem der Buchautor, Blogger, Werbetexter und Journalist Sascha Lobo in den letzten Wochen in mehreren TV-Talkshows aufgetreten ist, habe ich mir eines seiner Bücher näher angeschaut.

Sascha Lobo: Wir nennen es Arbeit
Bild: Amazon.de

In Wir nennen es Arbeit: Die digitale Bohème oder: Intelligentes Leben jenseits der Festanstellung beschreiben Sascha  Lobo und Holm Friebe den Einfluss des Internets auf die Gesellschaft und den Arbeitsalltag. Ich habe mir von dem Buch viele neue Ideen und Betrachtungsweisen erhofft. Letztendlich ist es aber ein Buch, dass den Einfluss des Internets auf eine Minderheit, die Bohème, beschreibt. Bevor auf die Veränderungen eingegangen wird, beschreiben die Autoren, wie wir doch als Angestellte den Unternehmen ausgeliefert sind und unsere Selbstbestimmung aufgegeben haben. Weder für Lobo, noch für Friebe scheint das "angestellt sein" ein erstrebenswerter Zustand zu sein. Frei und Selbstständig zu sein, sein Leben selbst zu organisieren und vor allem, sein täglich Brot selbst zu verdienen, ist mit dem Internet sehr viel einfacher geworden. Als Web-worker benötigt man sehr wenig Startkapital und auch die laufenden Kosten sind sehr überschaubar.

Die Beispiele sind nicht aus der Luft gegriffen und halten einer genaueren Betrachtung wahrscheinlich auch stand. Dennoch, ich kenne viele, die gerne "angestellt" sind. Die ständige Ungewissheit, mit welchem Projekt man die nächste Miete bezahlt, kann einen auch schon mal in den Wahnsinn treiben. Vor allem, wenn man nicht alleine auf der Welt ist, sondern eine Familie ernähren muss.

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Kommentar von Jörg | 26.06.2010

Hallo Alex,

hab das Buch auch schon im Studium gelesen. Ohne Fremdwörterbuch ging's auch bei mir nicht :-)

Grüße
Jörg